Holzhausen
FC Holzhausen mit sehr erfolgreicher Saison Drucken E-Mail
Dienstag, den 21. März 2017 um 16:58 Uhr

Sowohl die Landesligamannschaft als auch die Zweite mischen oben mit: Infos bei der Hauptversammlung zur Festspielregelung.

Holzhausen. Da die sportliche Entwicklung beim FC Holzhausen derzeit ausgesprochen gut ist, war auch bei der Hauptversammlung am Samstag im Clubheim des FC nur Positives zu hören. Kein Wunder, dass Sportvorstand Roman Rieger spontanen Beifall erhielt, als er verkündete, dass man mit den Trainern der Landesliga,  Onur Hepkeskin und Patrik Bialas,  verlängern konnte. Rieger sagte, Gleiches gelte auch für das Trainerteam der Zweiten, Clayton Zwetsch und Viktor Schäfer, die ebenfalls tolle Arbeit geleistet haben und mit zwei Punkten Vorsprung vor dem SV Hopfau die Tabelle zur Rückrunde anführen.

Sowohl der Vorstand Geschäftsführung, Nicolas Kipp,  als auch Sportvorstand Roman Rieger zeigten sich erleichtert, dass nach der Zittersaion im letzten Jahr, in der am Ende aber dann doch mit 42 Punkten  ein beachtlicher achter Platz erreicht wurde, diesmal zu keiner Zeit Abstiegssorgen herrschten. Im Gegenteil:  „Die Mannschaft konnte sich lange Zeit als unerwarteter Tabellenführer behaupten“, sagte Rieger. Mit ausschlaggebend dafür sei die Weichenstellung im letzten Sommer gewesen, als man den Kader  der ersten Mannschaft sowohl in der Spitze als auch in  der Breite deutlich besser aufstellen konnte. Das habe sich schon in der Hinrunde bezahlt gemacht, denn derzeit liegt der FC im unmittelbaren Verfolgerfeld der beiden Erstplatzierten aus Tübingen. Rieger streifte die Ergebnishighlights mit den hohen Siegen gegen Gechingen (6:0) oder Maichingen (5:1), wies aber auch darauf hin, dass die Konkurrenz nicht schläft und mittlerweie den FC  überflügelt habe. Erfolge konnten zudem in der Halle im hochkarätig besetzten Turnier in Empfinger und beim traditionellen Mühlbachpokalturnier gefeiert werden.

Auch die Entwicklung der zweiten Mannschaft sei sehr gut, die nach einer starken Hinrunde auf Platz 1 überwinterte. „Ich hoffe, wir können den Aufstieg bald klarmachen und können langfristig so auch einen tragbaren Unterbau für die erste Mansnchaft schaffen.“ Positiv sei zudem, dass beide Trainer der zweiten Mannschaft aus Holzhausen kommen und auch viele  Spieler  aus Holzhausen  direkt oder der näheren Umgebung im Team verankert sind. Rieger freute sich, dass beide Mannschaften derzeit einen attraktiven Fußball spielen und dass es der Vereinsführung gelungen sei, die Rahmenbedingungen bei der ersten und  zweiten Mannschaft für eine erfolgreiche Rückrunde und für die Zukunft geschaffen zu haben.

Das WFV-Vorstandsmitglied im hiesigen Bezirk, Jürgen Klemenz, nahm die Verbandsehrungen für zwei langjährige Spieler vor, die beide mit der Verbandsehrenanadel in Bronze ausgezeichnet wurden. Marcel-Ovidiu Gaber  begann 1991 mit dem Fußballspielen in seiner rumänischen Heimat und spielte bis 2003 in Sibili, dann bis 2006 beim FV Locherhof, danach bei der Spvgg Schramberg und kam 2014 nach Holzhausen, wo er eigentlich zu einer unverzichtbaren Größe  geworden ist, zuletzt aber verletzt passen musste.

Andreas Stoll begann 1995 beim FC Albstadt, spielte dann in Bergfelden, Holzhausen, Fischingen und nun seit dreieinhalb Jahren wieder beim FC, geht also seit mehr als 20 Jahren dem aktiven Fußballsport nach, wie Gaber auch, seit mehr als 20 Jahren dem Fußballsport nach. .

Klemenz ging zudem auf die vor allem in der zweiten Saisonhälfte immer wieder diskutierte Festspielregelung von Stammspielern ein.  Grundsätzlich gelte, dass ein Spieler, wenn er in der ersten Mannschaft eingesetzt wurde, eine Sperrfrist von zwei Tagen beachten muss, bevor er in der zweiten Mannschaft spielt. Das gilt allerdings nicht für Spieler, die am 1. Juli 2016  noch keine 23 Jahre alt waren. Diese U 23-Spieler  können sich gar nicht festspielen.

Nächster Fall: Ein Spieler spielt an einem Wochenende in der Ersten und will dann kommende Woche in der zweiten Mannschaft spielen: Hier gelte: Jeder Spieler der ersten Mannschaft kann in der Zweiten eingesetzt werden, aber hier darf man den Manipulationsparagraphen nicht außer acht lassen. Das bedeutet, man kann problemlos immer bis zu zwei Stammspieler einsetzen. Setzt man drei und mehr Stammspieler ein, wird das vom Verband als Versuch gewertet,  sportwidrig Einfluss auf den Spielausgang  zu nehmen. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Frage, wer als  Stammspieler zählt. Stammspieler ist, wer in den vier vorausgegangenen Spielen in der höheren Mannschaft mindestes zweimal von Beginn an zum Einsatz gekommen ist.

Eine Sonderregelung, die etwas komplizierter ist, gibt es zum Rundenende für die Relegationsspiele. Hier gilt:  In den letzten vier Meisterschaftsspielen und in Relegationsspielen dürfen  Spieler nur in der Zweiten eingesetzt werden, wenn sie bereits vor dem viertletzten offiziellen Spieltag der Verbandsspielrunde der unteren Mannschaft nicht mehr Stammspieler der höheren Mannschaft ihres Vereins sind. Hier zählt als Stammspieler, wer in mehr als der Hälfte der ausgetragenen Pflichtspiele (Meisterschaft und Pokal) der höheren Mannschaft seines Vereins von Beginn an eingesetzt worden ist, unabhängig von der Dauer des Einsatzes. kpd